Burg Pyrmont

Auf einem eindrucksvollen Schieferfelsen über dem wilden Wasserfall des Elzbaches erhebt sich mit der Burg Pyrmont ein historisches Juwel aus dem 13. Jahrhundert. Die markante Silhouette der Burg wird vor allem vom beeindruckenden 800 Jahre alten Bergfried geprägt.

Felsenburg aus dem 13. Jahrhundert

Diese Felsenburg bei Münstermaifeld tauchte erstmals im Jahr 1225 in schriftlichen Aufzeichnungen auf. Der Bauherr, Kuno von Schönburg, wählte einen Felsvorsprung über dem Elzbach für dieses mittelalterliche Gemäuer. Die Burg liegt westlich von Münstermaifeld, während der Elzbach unterhalb des Bauwerks als imposanter Wasserfall in die Tiefe stürzt. Am Ufer des Baches erhebt sich die Pyrmonter Mühle, ein Fachwerkgebäude, das zusammen mit der mittelalterlichen Burg im Hintergrund einen romantischen Anblick bietet. Die Burg Pyrmont wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals erweitert und überstand den Pfälzer Erbfolgekrieg unbeschadet, jedoch nicht die Besetzung des Rheinlandes nach der Französischen Revolution. Die Burg wurde von den französischen Besatzern konfisziert und verkauft. Erst in den 1960er Jahren erfuhr die Burg Pyrmont eine Wiederbelebung, als zwei Architekten aus Düsseldorf die Ruinen erwarben und den Wiederaufbau in die Wege leiteten.

Unregelmäßiger Grundriss: Merkmal für die Stauferzeit

Die Burganlage, die auf die Stauferzeit zurückgeht, zeichnet sich durch einen unregelmäßigen Grundriss aus, typisch für Burgen dieser Ära. Der Bergfried, ein 24,50 Meter hoher Turm mit charakteristischen Merkmalen eines gallo-römischen Donjons, ist einer der ältesten Teile der Burg. Dieser runde Turm wurde zu einem Aussichtsturm für die Öffentlichkeit umgestaltet, der vom höchsten Punkt einen fantastischen Blick auf das Elztal und seine bewaldeten Hänge bietet. Selbst die Burg Eltz ist aus dieser Höhe in der Ferne zu erkennen. Neben dem Wohnturm befindet sich ein knapp 50 Meter tiefer Schachtbrunnen, der im Mittelalter für die Wasserversorgung genutzt wurde. Zur Kernburg gehören außerdem der dreigeschossige Palas und der angrenzende Küchentrakt. Das Erdgeschoss des Palas wird vom Rittersaal dominiert. Darüber hinaus befinden sich dort weitere kleinere Räume und die Überreste der Burgkapelle.

Nordtor und Zwinger

Unterhalb der Kernburg befindet sich der Zwinger, der im 15. Jahrhundert erbaut wurde und durch Rundtürme und eine Wehrmauer geschützt ist. Entlang der Burgmauer befanden sich einst Wohngebäude, Ställe und Wirtschaftsgebäude, von denen nur ein großer Fuderkeller erhalten geblieben ist. Das Nordtor diente bis zum 15. Jahrhundert als Hauptzugang zur Anlage. Die Vorburg wurde im Zuge der Restaurierung teilweise wiedererrichtet und beherbergt heute ein Restaurant und einen Souvenirshop. Unterhalb der Burgmauern befindet sich der von Trockenmauern umgebene Garten, der jedoch niemals vollständig fertiggestellt wurde.

Besichtigung auf eigene Faust

Die Burg Pyrmont ist vom 1. Mai bis zum 3. Oktober für Besucher geöffnet. Führungen sind nicht verfügbar, stattdessen erhalten die Besucher vor ihrem Rundgang eine Einführung durch eine Filmpräsentation. Die Burg ist sonn- und feiertags zwischen 11:00 und 16:00 Uhr zugänglich und von vielen Hotels an der Mosel schnell erreicht. In den Innenräumen können Besucher einen kostbaren Wandteppich aus dem 16. Jahrhundert, Möbel aus der Renaissance, silberne Kerzenleuchter aus dem Spätmittelalter, und Holzvertäfelungen aus dem 18. Jahrhundert bewundern. Zusätzlich zu den Besichtigungen im Sommer werden Veranstaltungen wie Mittelaltermärkte, Festkonzerte und Ritterspiele angeboten.

Die Burg Pyrmont thront westlich von Münstermaifeld auf einem Felsen im Tal der Elz. Sie ist über die Straße, die Pilling mit Roes verbindet, erreichbar. Alternativ können Besucher den Burgenbus nutzen, der bis zu viermal täglich zwischen Münstermaifeld, der Burg Elz und der Burg Pyrmont verkehrt.


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