Schloss Veldenz

Nur einen Steinwurf vom Moseltal entfernt erhebt sich auf einem Felssporn an den Hängen des Hunsrücks das Schloss Veldenz. Die heutige Ruine war bis zum 17. Jahrhundert die größte Burganlage an der Mittelmosel.

Lage der Burgruine

Schloss Veldenz steht auf einem Felssporn in einem Seitental der Mosel. Das Städtchen Bernkastel-Kues liegt vier Kilometer von der einst stolzen Burg entfernt, bis in die Kreisstadt Wittlich sind es 15 Kilometer. Von zahlreichen Hotels an der Mosel ist das Schloss schnell zu erreichen. Unter der Burgruine plätschert der Veldenzer Bach durch ein steiniges Kiesbett. Dass die Burgruine als Schloss Veldenz in die Geschichtsbücher einging, erklärt sich aus der Tatsache, dass es sich einst um die größte Burganlage an der Mittelmosel handelte. Das mittelalterliche Gemäuer thront auf einem Felssporn, der an drei Seiten steil abfällt. Knapp 100 m lang ist die gesamte Anlage und an der breitesten Stelle misst sie 30 m. Die Ruine der Spornburg wurde im 19. Jahrhundert gesichert und teilweise wieder aufgebaut

Stammsitz der Grafen von Veldenz

Erstmalig erwähnt wurde die Burg an der Mittelmosel im Jahr 1156 in einer Urkunde, die von Kaiser Friedrich I. Barbarossa persönlich unterzeichnet war. Den Namen verdankt das Schloss den Grafen von Veldenz, die vom 12. bis zum 15. Jahrhundert hier ihren Stammsitz hatten. Die größte Burg an der Mittelmosel war rund drei Jahrhunderte lang das Machtzentrum der Grafschaft Veldenz. Ende des Jahres 1681 eroberten die Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. das Schloss Veldenz und sprengten große Teile der Burg. Zwei Jahre später wird die einst wehrhafte Anlage nur noch als geschleifte Festung bezeichnet. Als letzter Pfalzgraf von Veldenz erlebte Leopold Ludwig den Untergang des einstigen Machtzentrums mit, bevor er im Jahr 1694 in Straßburg verstarb.

Aufbau des Schlosses

Trotz des jahrhundertelangen Verfalls lässt sich noch heute erahnen, wie wehrhaft Schloss Veldenz bis zur Zerstörung im Jahr 1681 gewesen sein muss. Der Burgweg führt durch das Untere Tor, vorbei an den Überresten des Burgwarthauses bis zur stark befestigten Torburg, die als Oberes Tor bezeichnet wird. Flankiert wird das Verteidigungsbollwerk von einer Feuerbastion aus dem 17. Jahrhundert und einer in das Felsgestein geschlagenen Wächterstube. Nach dem Passieren des Oberen Tores stehen die Besucher vor der sogenannten Blide. Diese tödliche Waffe des Mittelalters konnte einst schwere Steinkugeln über große Entfernungen schleudern.

Der am besten erhaltene Teil von Schloss Veldenz ist der Rittersaal. Der lang gezogene Raum steht über einem großen Keller mit Tonnengewölbe und wurde im Jahr 1897 mit einem rekonstruierten Satteldach ausgestattet. An der Stirnseite zieht ein riesiger Kamin die Blicke auf sich. Ritterrüstungen, ein jahrhundertealter Wandteppich, Radleuchter aus dunklem Metall und rustikale Eichentische sorgen im Rittersaal für ein authentisches Ambiente. Hinter dem Burghof erheben sich die Ruinen der ehemaligen Schlosskapelle. In der Nähe befindet sich der Eingang zum ehemaligen Gerichtsgebäude mit dem sogenannten Folterkeller. In diesem düsteren Verlies wurden Gefangene bis zum Schuldeingeständnis gefoltert, um wenig später am Galgen oder am Ort der Verbrennung an der Keltenmauer eines qualvollen Todes zu sterben.

Anreise und Burgbesichtigung

Die Anreise zum Schloss Veldenz erfolgt mit dem eigenen Auto über die A1 Koblenz-Trier. Sie fahren an der Abfahrt „Salmtal“ ab und folgen der Beschilderung in Richtung Bernkastel-Kues. Hinter der Moselbrücke sind das Winzerdorf Veldenz und später die Burgruine ausgeschildert. Da sich das Schloss in Privatbesitz befindet, ist eine Besichtigung ausschließlich im Rahmen einer Führung möglich. Diese finden zwischen Mai und Oktober immer mittwochs um 14.00 Uhr statt. Von März bis November können die Burgruine und der Rittersaal für Feierlichkeiten, Events und Burgfeste angemietet werden.

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