Festung Ehrenbreitstein

Die Festung Ehrenbreitstein ist ein ehemaliges preußisches Militärbauwerk, das auf einem hohen Felsen am Rhein gegenüber der Moselmündung thront. Die Festung ist die größte ihrer Art in Europa, die noch vollständig erhalten ist.

Festung Ehrenbreitstein: Europas größte erhaltene Festungsanlage

Die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Um das Jahr 1000 gab es an der Stelle der heutigen Festung die Burg Ehrenbreitstein, die im frühen 11. Jahrhundert von den Erzbischöfen von Trier übernommen wurde. Die Erzbischöfe bauten die Burg zu einer starken Festung aus, die als Brückenkopf an der Grenze ihres Gebiets fungierte. Im 16. Jahrhundert wurde die Festung modernisiert und mit Kanonen ausgestattet. Die größte Kanone der damaligen Zeit war die „Greif“, die über fünf Meter lang war und heute wieder in Ehrenbreitstein zu sehen ist.

Im 19. Jahrhundert kam ein Teil der Rheinprovinz und damit auch die Festung Ehrenbreitstein unter die Herrschaft des Königsreiches Preußen. Unter König Friedrich Wilhelm III. und seinen Nachfolgern wurde die Festung zu einem der mächtigsten Militärbollwerke am Rhein ausgebaut. Die Festung konnte bis zu 1.500 Soldaten beherbergen, wurde aber nie angegriffen, außer von einigen Flugzeugen im Ersten Weltkrieg. Ehrenbreitstein diente zwischen 1830 und 1909 auch als Gefängnis. Eine Zelle mit Gitterfenster ist heute Teil der Dauerausstellung, die sich mit der Geschichte des Bauwerks befasst.


Aufbau der Festung Ehrenbreitstein

Den Eingang zur Festung Ehrenbreitstein markiert das Feldtor, das von einem steinernen Turm mit dem ungewöhnlichen Namen „Ungenannt“ flankiert wird. Dahinter befindet sich ein zweistöckiger Kasemattenbau, der parallel zum Hauptweg liegt. Am Ende befindet sich das Grabentor, hinter dem ein gedeckter Weg mit Durchlass in den Hauptgraben führt. Die Festung Ehrenbreitstein besteht aus einem komplexen System aus Tunneln, gedeckten Wegen, Rampen und Durchlässen, das für Besucher verwirrend sein kann. Folgen Sie den Schildern, gelangen Sie zum Oberen Schlosshof, den Sie nach dem Passieren einer dreistöckigen Bogenmauer erreichen. Dort öffnet sich ein fantastischer Blick auf den Rhein, die Moselmündung und das Deutsche Eck mit der riesigen Reiterstatue des ersten Deutschen Kaisers Wilhelm I. Der Hof ist von mehrflügligen Gebäuden umgeben, in denen das Landesmuseum Koblenz untergebracht ist. Wenn Sie das Felsentor passieren, kommen Sie zunächst zum vorgelagerten Fort Helferstein. Eine Straße führt schließlich weiter in den Ort Ehrenbreitstein.


Museen auf dem Festungsgelände

Mehrere Museen und Ausstellungen sind auf dem Festungsgelände untergebracht. Das wichtigste Museum ist das Landesmuseum Koblenz, das archäologische Funde von der Römerzeit bis zum 19. Jahrhundert präsentiert. Auf dem Dach des „Hauses der Archäologie“ gibt es die „Archäologischen Zeitgärten“ zu bewundern, die anlässlich der Bundesgartenschau im Jahr 2011 angelegt wurden. Im Turm „Ungenannt“ ist das „Haus der Fotografie“ untergebracht, in dem die Geschichte der Fotografie anhand von zahlreichen Ausstellungsstücken dokumentiert wird. Im „Haus des Genusses“ geht es thematisch um den Weinanbau an Rhein und Mosel.

Lage der Festung und Anfahrt

Die Festung Ehrenbreitstein thront auf einem Felssporn am rechten Rheinufer, der am höchsten Punkt 180 m hoch aufragt. Das Plateau ist an drei Seiten steil abfallend. Nur in Richtung Nordosten ist ein Hügelrücken mit dem Plateau verbunden. Mit dem Auto erfolgt die Anreise über Urbar bis zum Parkplatz vor dem Feldtor. Sollten Sie mit der Bahn zu einem Urlaub in einem Hotel an der Mosel in Koblenz anreisen, steigen Sie am Bahnhof „Koblenz-Ehrenbreitstein“ aus und nehmen dann den Schrägaufzug vor dem Sauwassertor. Vom Koblenzer Stadtzentrum gelangen Sie mit der Seilbahn auf den Felsen am gegenüberliegenden Ufer. Die Talstation der modernen Seilbahn befindet sich in der Nähe der Basilika St. Kastor am Konrad-Adenauer-Ufer.

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