Liebfrauenkirche in Trier

Die Liebfrauenkirche in Trier ist eine der ältesten und schönsten gotischen Kirchen in Deutschland. Sie ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier.

Geschichte der Liebfrauenkirche

Die Liebfrauenkirche in Trier wurde im 13. Jahrhundert auf den Fundamenten einer römischen Doppelkirche aus dem 4. Jahrhundert erbaut. Die Doppelkirche war ein Teil der Palastanlage des Kaisers Konstantin, der Trier zu einer seiner Residenzen machte. Die Doppelkirche bestand aus zwei Basiliken, die durch einen Kreuzgang verbunden waren. Die nördliche Basilika ist der heutige Trierer Dom, die südliche Basilika ist die heutige Liebfrauenkirche. Die Liebfrauenkirche wurde von Erzbischof Theoderich von Wied in Auftrag gegeben und von Baumeistern und Künstlern aus Frankreich gestaltet. Das Gotteshaus gilt als die erste gotische Kirche in Deutschland und als der bedeutendste und früheste gotische Zentralbau des Landes. Mehrmals wurde die Kirche beschädigt und restauriert, zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg, als sie von einem Bombenangriff getroffen wurde.

Architektur der Liebfrauenkirche

Die Liebfrauenkirche ist eine kreuzförmige Kirche, die aus einem quadratischen Zentrum und vier gleich langen Kreuzarmen besteht. Sie ist von acht Kapellen umgeben, die einen Oktogon bilden. Die Kirche hat einen Durchmesser von etwa 36 Metern und eine Höhe von etwa 27 Metern. Wahrzeichen ist der markante Doppelturm mit einer Schildmauer. Der Doppelturm wurde im 15. Jahrhundert mit einer hohen Spitze versehen, die jedoch im 18. Jahrhundert durch einen Blitzschlag zerstört wurde. Die Kirche hat drei Portale, die mit reichem Skulpturenschmuck verziert sind. Das Hauptportal an der Westseite zeigt Szenen aus dem Marienleben, das Südportal zeigt Szenen aus dem Alten Testament und das Nordportal zeigt Szenen aus dem Neuen Testament.

Meisterwerk der Hochgotik

Die Liebfrauenkirche ist ein Meisterwerk der Hochgotik, einer Stilrichtung der Gotik, die in Frankreich im 13. Jahrhundert entstand. Die Hochgotik zeichnet sich durch eine hohe und schlanke Bauweise, eine reiche Lichtfülle und eine harmonische Proportionierung aus. Die Liebfrauenkirche zeigt diese Merkmale in ihrer eleganten und filigranen Struktur, die aus zwölf schlanken Säulen besteht, die das Gewölbe tragen. Die Säulen symbolisieren die zwölf Apostel. Die Kirche ist mit bunten Glasfenstern geschmückt sind, die biblische Geschichten und Heiligenfiguren zeigen. Die symmetrische und geometrische Grundform basiert auf Quadraten und Kreisen. Damit ist das Bauwerk ein Beispiel für die gotische Zahlensymbolik, die eine kosmische Ordnung und eine göttliche Harmonie ausdrücken soll.

Innenausstattung der Liebfrauenkirche

Die Liebfrauenkirche besitzt eine schlichte und klare Innenausstattung, die dem gotischen Stil entspricht. Der schlichte Altar besteht aus einem Steinblock, der auf vier Löwen ruht. Die hölzerne Kanzel stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist mit Schnitzereien verziert. Die Kirchenorgel stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde von der Firma Stumm gebaut. Mehrere Kunstwerke aus verschiedenen Epochen zieren die Wände, darunter eine gotische Madonna aus dem 14. Jahrhundert, eine barocke Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert und eine moderne Pietà aus dem 20. Jahrhundert.

Öffnungszeiten der Liebfrauenkirche

Einen Besuch der Liebfrauenkirche dürfen Sie sich nicht entgehen lassen, wenn Sie den Urlaub in einem der zahlreichen Hotels an der Mosel verbringen. Das Gotteshaus ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, außer während der Gottesdienste. Die Gottesdienste finden sonntags um 10 Uhr und werktags um 18 Uhr statt. Die Kirche kann auch im Rahmen einer Führung besichtigt werden, die von der Tourist-Information angeboten wird. Die Führung dauert etwa 45 Minuten und findet montags, mittwochs und freitags um 14 Uhr statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Ein Guide gibt einen Überblick über die Geschichte, die Architektur und die Kunst der Kirche.

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